Artikel-Schlagworte: „Wirtschaft“

Die #Zeit veröffentlicht einmal im Jahr den Tag im Jahr, zu dem wir die Resourcenverträglichkeit unseres Planeten verletzen. An diesem Tag haben wir durch #Treibhausgase, #Überfischung #Landwirtschaft und #Bodenversiegelung unserem Planeten mehr zugemutet, als er verträgt.

1970 erreichten wir diesen #Dispotag in der Adventszeit.

1980 war im Oktober #Dispotag

In der Nuller Jahren hatten wir schon den August „erreicht“.

2017 schaffte es unser „Deutscher Resourcenverbauch“ den April. Ab Mai „überzogen wir den Resourcenkredit unserer Erde“.

Dabei: wenn wir nur jedes Jahr ab 2018 den Dispotag um einen Monat wieder nach hinten schieben würden, könnten wir ab 2050 wieder in Frieden mit unserer Erde leben.

Andrè #Siegfried, geboren 1875, war ein französischer Wissenschaftler, Geograph und politischer Schriftsteller. Er berichtete, dass er bis 1914 in einer Welt voller Staatsgrenzen durch die ganze Welt reisen konnte. Sein einziger Ausweis sei sein Visitenkarte gewesen: ein „Wunderwerk der Pax Britannica“schreibt Ferdinand #Braudel in seinem Büchlein “ Die Dynamik des Kapitalismus“

Bei diesen Zahlen sollten die „Nationalstaatler“ aber noch einmal nachdenken. Pro #EU

Bei unserem Osterurlaub im Mittelschwarzwald waren wir in Museen der  Städte Schramberg und Wolfach (an der Kinzig, einem Nebenfluss des Rheins).  In den beiden Orten kann man gut die Vergänglichkeit von Industriezweigen beobachten: Zeitmessung und –anzeige (Uhrenindustrie in Schramberg, Fa. Junghans)  und Holzindustrie (Flößerei in Wolfach).

Die Flößerei gibt es seit  1895 nicht mehr im Schwarzwald. Die Uhrenindustrie erlebte Ihren peak vor dem  1. Weltkrieg.

Das Einschlagen von Holz (früher Eiche, später Tanne) und der Transport über Wasserwege war eine Schwarzwälder Spezialität. Die Industrie überlebte 700 Jahre, bevor sie durch eine Disruption obsolet wurde.

Der Schwarzwald profitierte von seinem Holzreichtum, der steigenden Nachfrage, die die koloniale und maritime Expansion der Niederlande im 17. Jahrhundert  und dann die Industrialisierung (Holz ist nicht mehr nur Energielieferant sondern auch Baumaterial) im 18. Jahrhundert hervorriefen.

Die Flößerei kannte man schon im Altertum. Die Schwarzwälder schafften es jedoch die Flussflößerei  über Kinzig und Rhein bis nach Holland zu perfektionieren. Andere Transportmöglichkeiten standen bis ins 19. Jahrhundert nicht zu Verfügung und boten der Branche Schutz.

Mit der Expansion des  Eisenbahnnetzes in Deutschen Reich und in Europa Mitte des 19. Jahrhunderts entstand jedoch die Möglichkeit, Holz über lange Strecken unproblematisch und günstig zu transportieren. Der Schienentransport sorgte bis 1895 dafür, dass die Flößerei im Schwarzwald als Dienstleistung verschwand.

Die Schwarzwälder machten darüber hinaus zusätzliche Fehler: sie ersetzten die Eichenwälder durch schnell wachsende Tannen. Damit begaben Sie sich der Möglichkeit, ihr Schlachtvieh in den Laubwäldern zu füttern. Sie verloren weiters ihren Mischwald , verschlechterten die Qualität des Holzes ( Monokultur Tanne) und damit den Zugang zu lukrativen Märkten.

Die jüngere Uhrenindustrie im Schwarzwald zeigt ebenfalls eine spannende Entwicklung. Die Schwarzwälder produzieren Ende des  17. Jahrhundert Glas und vertrieben es über „Glasträger“ in Europa.

Diese „Vertriebsleute“ brachten die Idee der Uhr im Privathaushalt mit aus Böhmen. Die Schwarzwälder kopierten das Konzept. Sie produzierten in Heimarbeit Uhren, die den Holzreichtum mit ihrem Verarbeitungs- know-how verbanden. Ihre Uhren waren vollständig aus Holz und unschlagbar günstig.

Sie vertrieben Ihre billigen Uhren erneut über Ihre Vertriebsleute:  die „Träger“  trugen nun Holzuhren.

Der günstige Preis der Uhr erleichterte die Penetration der Uhr in die Haushalte. Die Nachfrage stieg  und verlangte nach einer Professionalisierung der Produktion. Die Produktion einer Uhr wurde nun von verschiedenen Nebengewerben (Verlegersystem) vorbereitet und erst im finish von dem Hauptgewerbe fertig produziert.

Statt vollständig aus Holz wurde für die Mechanik nun auch Metall eingesetzt.

Die Anzahl der Uhren, die ein Arbeiter in der Woche fertigstellen konnte, versechsfachte sich im 18. Jahrhundert.

Schon Mitte des 19. Jahrhundert produzierte der Schwarzwald 600 000 Uhren pro Jahr für den Weltmarkt. Das war ein Segen für die Region, denn die Flößerei verschwand wenige Jahre später.

Das Wachstum veränderte auch die Wertschöpfungskette der Industrie. Produktion und Vertrieb trennten sich.

Vor dem Ersten Weltkrieg wurden in der Region in industriellem Maßstab knapp 6 Mio. Uhren produziert.  Im Segment der „Großuhren“ hatte der Schwarzwald einen Weltmarkanteil von 50 %.

Die beiden Weltkriege setzten der Uhrenindustrie schwer zu. Die Disruption der Industrie mit Kunststoff und Quarzmechanismus beschädigten den Standort zusätzlich.  Die Industrie ist zu einer handwerklichen Nische geschrumpft.

lehrer2Willst Du den sicheren Ruin eines Unternehmens, gib ihm 30 Jahre Erfolg.

Anton #Schlecker in einem #DIEZEIT Interview 2005.

Dem Author Marcus #Rohwetter zeigte er einen Zettel, auf die der einstige Drogeriekönig mehrer Handelsunternehmen aufgechrieben hatte. Einige waren durchgestrichen. Sie existierten nicht mehr.

 

I just finished Kenneth Pomeranz book „The Great Divergence“.

A great read.

 

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The book was published in year 2 k by Princeton University Press.

 

Until 1750 ( East) Asia and (Northwest) Europe, Pomeranz shows in the book, had interesting parallels.

The old world cores like India, Japan, China and Europe were on par in terms of:

life expcectancy
consumption
strategy of households
ecology

After 1750 East Asia and Europe diverged.

Europe went on a resource-intensive and labor saving path.

East Asia on the other hand  was forced to take a labor-intensive and resource saving path.

Pomeranz  develops his argument like this:

Europe had luck, Asia did not have a choice.

Why?

organisation2

Europe was able to leverage its resource stock underground  and overseas

The UK specifically  had a fortunate location of coal.

The substitution of timber by coal saved Europe an important resource :forest.

In addition:

Oversea space, the Americans, provide some very important resources too (plus land savings for Europe ) i.e

cotton, sugar, tabacco, coffee.

And: the work force taken from Africa helped to produce this for Europe (labor savings in Europe)

The workforce in Europe absorbed in agriculture could be eased and workers start to become proto industrial workers.

They in turn produced stuff for the oversea  market (growing markets and reducing Atlantic transportation cost)

Not only that:  those proto industrial workers could more  easily become an industrial worker than convincing a peasant to jump to industrial work.

With all this Europe had a head start and East Asia went into a cul de sac.

Das volkswirtschaftliche Einmaleins lautet: die Arbeitsproduktivität muss steigen, damit der Wohlstand der Volkswirtschaft wächst.

Der amerikanische Arbeiter etwa  brauchte 2005 nur noch 15 Minute für denselben Output, für den sein Großvater 1949 eine Stunde arbeitete.

Die Produktivität in der USA stieg in diesem Zeitraum um 2,5 Prozent.

Und aktuell: seit 2007 wächst die Produktivität lediglich um 1 Prozent. Derzeit liegt sie bei 0,6 Prozent und ist zum dritten Mal in Folge gesunken.

Aber in Deutschland ist das anders.

Ja, aber der Trend ist vergleichbar.

entdecker2

Stieg von 1995 bis 2005 die Produktivität noch um jährliche 1,8 Prozent, so erzielen wir seitdem nur noch 0,8 Prozent und schneiden sogar noch schlechter ab als die USA.

Bringt die „digitale Revolution“ am Ende garnichts?  Brauchen die Effekte mehr Zeit?

Gilt etwa auch heute der Kalauer von Robert Solow: die Computerrevolution sieht man überall, nur nicht in den Produktivitätsziffern?

Verblassen die Nutzen, die Google, facebook, Amazon oder Uber versprechen, gegenüber den Innovationen, die uns Elektrizität, Verbrennungsmotor, Autos und Flugzeuge bescherten?

Ich finde folgende Argumentationskette kann das Innovationparadox ( Hal Varian) ganz gut auflösen.

Die digitale Revolution zeigt und wird noch deutlichere Wirkung zeigen.

Die Produktivitätsgewinne werden durch folgende Trends z.T. „verfrühstückt“.

Die Wiedereingliederung von Arbeitslosen (in Deutschland erfreuliche 3 Millionen) bremse den Produktivitätszuwachs.

Die Alterung der Gesellschaft und die Mängel im Bildungswesen (in den USA) dämpfe ebenfalls die Produktivitätsfortschritte.

Auch spannend: liegt ein Messfehler vor? Die London Scholl of Econmics schätzt den Fehler bei der Messung des volkswirtschaftlichen Outputs (BIP) auf bis zu 0,6 Prozentpunkte.

Es bleibt noch Arbeit für die Volkswirte und die Politik.

#FAZ

Während den Regierungszeiten demokratischer Präsidenten stiegen die Aktien jährlich durchschnittlich um rund 11 %.

BildDie republikanischen Präsidenten schafften dagegen nur magere 4,8 Prozent.

Die Zahlen umfassen die Nachkriegsperiode ab 1945.

Quelle: FAS vom 13.03.2016.

 

Wie sähe eine solche Aussage für die Bundesrepublik #Deutschland aus?

Welche #Kanzlerpartei erlebte seit 1948 die beste Entwicklung des #Dax Indexes?

Beginnen wir mit den Regierungperioden der acht deutschen Nachkriegskanzler.

Die Performanz des DAX Index nehmen wir aus der #FAZ Finanzen vom 6.01.2016, Seite 25 .

Dort werden die jährlichen Renditen von 1949 bis 2015 aufgelistet.

Kanzler/Partei      Regierungszeit in Jahren                         Entwicklung des Daxes

Adenauer /CDU           1949 – 1963                                                              27 %

Erhard/CDU                  1963 -1966                                                              (3) % (Minus)

Kiesinger/CDU             1966 – 1969                                                               23 %

Brandt/SPD                   1969 – 1974                                                              (6) % (Minus)

Schmidt/SPD                 1974 – 1982                                                                 7 %

Kohl/CDU                       1982 – 1998                                                               17 %

Schröder/SPD                1998 – 2005                                                                4 %

Merkel/CDU                   2005 bis 2015 (vorläufig)                                        7 %

 

Bilden wir den Mittelwert, so wie in dem US Beispiel, ergibt sich:

#CDU                   14 %

#SPD                   0,5 %

 

Damit schlägt die CDU auch die  demokratischen Präsidenten.

Die SPD schafft nicht einmal die Performanz der #GOP (Republikaner).

Ich will nicht allzu in die Zahlen hinein interpretieren.

Aber:

Wenn Wirtschaftspolitik Auswirkungen auf die Unternehmen und damit auf die wichtigsten Firmen im DAX hat, dann spricht viel dafür, dass die wirtschaftspolitische Programmatik der SPD nicht besonders gut wirkt.

Der Erfinder der Marktwirtschaft, Bundeskanzler #Ehrhard, zeigt eine Performanz, die so garnicht zu seinem heutigen Image als Herr #Wirtschaftwunder paßt.

Trotz oder wegen der Wiedervereinigung zeigt insbesondere der „Kanzler der Einheit“, Helmut #Kohl eine tolle Leistung.

Bundeskanzlerin #Merkel muss sich noch anstrengen in den nächsten Jahren, will sie die Werte von #Adenauer und Kohl packen.

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