Artikel-Schlagworte: „Friedrichsdorf“

Die deutsche Automobilindustrie ist für unsere Volkswirtschaft wichtig. Mit 815 000 Mitarbeitern haben MB, BMW und VW in den letzten sechs Jahren € 190 Mrd. Gewinn (Umsatz 450 Mrd.)erzielt.

Im Dieselskandal ist die Industrie eher mit ihrer sehr guten (?) Lobbyarbeit  als mit deutscher Ingenieurkunst „aufgefallen“.

Nachdem die Gesetzgebung verlangte, dass die Abgaswerte (Stickoxide oder NOx) nicht im Labor/Prüfstand erfüllt sein müssen, sondern auf der Straße, gelang den Lobbyisten ein Geniestreich.

Sie erfanden den Konformitätsfaktor. Er mildert mathematisch den realen NOx Ausstoß ( Real Driving Emissions)  herunter und erlaubt legal höher Verbrauchswerte auf der Straße als im Labor. Zunächst überzeugte die Lobby die EU Kommission und die Bundesregierung von dem Konzept. Dann feilschten sie erfolgreich um den Wert des Faktors.

Die EU Kommission schlug einen Wert von 1,6 später in 5 Jahren 1,2 vor.  Ein Fahrzeug konnte also legal auf  der Straße 128 mg Stickoxid pro km abgeben. Der Konformitätsfaktor bringt diesen Schadstoffausstoß auf die rechnerische Größe 80 (das politische Ziel Regierung), eine Messtoleranz von 60 % . Nach fünf Jahren würde dann die Fehlertoleranz auf 20 Prozent gebracht. Der Konformitätsfaktor sollte also nicht die Abgase verringern, sondern sie diente dazu, den PKW Bestand an Dieselmotoren mit maximal 90 Prozent  zu legitimieren. Die Umweltverbänden (DUH) nennen das: Schutz der Motoren statt Schutz unserer Lungen.

Die Lobbisten waren mit diesem „Betrug“ an den Umweltzielen noch nicht zufrieden. Sie forderten dreist zunächst einen Konformitätsfaktor von 2,2 (Messtoleranz  220 Prozent!) und danach 1,6 bis 1,5.

Das Ergebnis: am 3.02.2016 stimmt das Europäische Parlament dem „Dieseldeal“ mit den Werten  2,1 und später 1,5. Das Gesetz tritt diesen September in Kraft.

Ein Hoch auf die Lobby. Sie kann besser die Politik tunen als Ihre Dieselaggregate.

Quelle: DIE ZEIT vom 3.08.2017

organisation2In der aktuellen #ZEIT vom 10.03.2016 schreibt  Bernd #Ulrich über die #WeltmachtderGeduld.

Ein Sequenz des tollen Artikels passt auch zu dem Ergebniss der Hessischen Kommunalwahl #kw2016.

„Programme sind meist vor der Drucklegung hinfällig, Personen passen oft nicht mehr zu den Parteien, Volksparteien werden zu Kleinparteien, Kleinparteien machen auf Volk, Legitimation ist volatil, Wahlergebnisse sind Ansichtssache“.

Hoffentlich gilt das nicht für die drei Landtagswahlen: #ltw

Die500JahreReformation Reformation, die nächstes Jahr ihr 500. Jubiläum begeht, pluralisierte unser geistliches Leben, die Gesellschaftspolitik, das  Wirtschaftsleben und unsere Auffassung der Welt.

Geschichte, Verlauf und Verstärker der Reformationswirkung werden aufgezeigt. Insbesondere die Veränderung für Religion, Politik, Sprache, Publizistik, Literatur und Kunst werden aufgezeigt.

 

 

 

Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, den 2. März um 16.00 Uhr,
Cheshamer Str. 51 a  (Taunus Residenz).
Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

 

 

Gliederung des Vortrages

 

lehrer1

Zeitliche und inhaltliche Orientierung

  •  Frühe Neuzeit / Europäische Moderne
  •   Reformation

Gesellschaftliche Wirkung der Reformation

  • Religion
  • Politik
  • (Volks-) Sprache
  • Druckerzeugnisse
  • Bildung
  • Musik
  • Malerei
  • Sozialarbeit
  • Rolle der Frau
Die #IHK Frankfurt hat im aktuellen IHK WitschaftsForum 02/16 Zahlen für den Zeitraum 2011 bis 2014 veröffentlicht.
Bei der Binnenbeschäftigung (Beschäftigung am Wohnort) hat #Friedrichsdorf gute 11 % neue Arbeitsplätze geschaffen.
Das ist besser als der Durchschnit in Deutschland (5 %), Hessen (5 %) und Hochtaunuskreis (9).
Bad Homburg schaffte gar 12 %.
Gleichwohl hat Friedrichsdorf noch immer einen hohen Auspendlerüberhang. Während 5 753 in Friedrichsdorf Arbeit finden, arbeiten 7 189 Friedrichsdorfer in der Umgebung.
Das #Bevölkerungswachstum war mit 1 % dagegen in Friedrichsdorf bescheiden.
zeitung1Der Anteil der unter Dreijährigen (#U3) , die in Friedrichsdorf betreut werden,  betrug 40%.
Bad Homburg bietet dagegen 45 % der Kinder eine Betreunung an.
Bei der Gewerbesteuer hat Friedrichsdorf seine Hebesätze um 6 % erhöht.
Der Hebesatz ist mit 360 Punkten auf dem Niveau von Oberursel, jedoch niedriger als in Bad Homburg, die den Satz um 10% ( auf 385 )erhöht hatten.
Erfreulich für die Finanzen der Kommunen im Hochtaunuskreis war die Steigerung der Steuereinnahmen um 31 %. Die Schulden steigen um 13 %

Ein Migrant ist ein Mensch, der in einem Land lebt indem er nicht geboren wurde.

In 2013 fielen unter diese Definition von den 7.200 Mio. Bewohner der Erde 232 Mio, also 3 Prozent. 20 % der deutschen Bevölkerung fällt unter diese Definition.

Die Zahl der Flüchtlinge (aus unterschiedlichesten Gründen) auf der Welt ist mit 60 Mio. deutlich kleiner.

Von diesen Flüchtlingen sind 38 Mio. Binnenflüchtlinge, die Ihr Land nicht verlassen.

Somit kommen 22 Mio. Flüchtlinge in andere Länder.

Zwölf Krisenländer gibt es weltweit.

Die stärksten Flüchtlingsströme kommen aus Syrien (3,9 Mio.) Afghanistan (2,6 Mio.) und Somalia (1,1 Mio.).

Syrien hat 17 Mio. Einwohner. Der Krieg dort hat 7,6 Mio. Binnenflüchtlinge und knapp vier Mio. Flüchtlingen in andere Staaten hervorgerufen.

Die Länder, die die meisten Flüchtlinge in Ihrem Land haben sind

  • die Turkei mit 1,6 Mio (meistens Syrer)
  • Pakistan mit 2,6 Mio. ( meistens Afghanen)
  • Iran (meistens Afghanen)
  • Äthopien (Sudaner, Somalier).

Unter den 10 größten Aufnahmeländern ist kein westliches Land. Gleichwohl ist die EU mit 580 Mio. Einwandern der größten Wirtschaftsraum der Welt dar.

Die Kennziffer Asybewerber je Million Einwohner ist interessant:

Schweden                   1184

Deutschland                905

Zypern                          500 – 1000

Frankreich                      51 – 500

UK                                    51 -1000

 

In Deutschland hat 195 723 Asylanträge vorliegen ( ersten 7 Monate 2015).

Die Antragsteller kommen aus folgenden Ländern:

Syrien              42 100

Kosovo            29 997

Albanien        29 353

Serbien           11 642

Irak                 10 501

Mazedonien   5 514

Eritrea             4 871

Pakistan           3 379

Nigeria             3 381

Sonstige         44 794

 

Die Zahlen stammen aus der Veranstaltungsbeilage der FAZ und der Alfred Herrhausen Gesellschaft und der Zeit

 

 

 

„Rote Ozeane“ sind gesättigte Märkte, die durch hohen Konkurrenzdruck mit Wettbewerbern, welche alle die gleichen Produkte anbieten, charakterisiert sind. „Blaue Ozeane“ hingegen werden als unberührte Märkte verstanden, die wenig bis gar keinen Wettbewerb aufweisen.
Wie Genossenschaftsbanken jetzt den Schalter umlegen können, erklärt Ihnen der ( Akademie Deutscher Genossenschaften) ADG-Dozent Hans Jürgen Ruhland in seinem Beitrag.

„Der Kunde im Bankgeschäft ist verteilt und der Wettbewerb entsprechend hart“, hat Professor Dr. Klaus Fleischer von der Fakultät Betriebswirtschaft der Hochschule München mal gesagt. BVR-Präsident Uwe Fröhlich konkretisiert die derzeitigen Herausforderungen: Sinkende Strukturbeiträge, ein eintrübender Wirtschaftsausblick, die Veränderung der Kundenwünsche, ein verschärfter Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen, der Margenrückgang auf der Passivseite und Kostennachteile, die die Dezentralität mit sich bringt, beschäftigen die deutschen Kreditinstitute enorm.

Mit einer gelebten Kostenkultur und Qualität in Beratung, Vertrieb, Service und Produktion müsse diesen Herausforderungen begegnet werden. Solche Marktcharakterisierung nennen die beiden Professoren von einer der weltweit größten und renommiertesten Business Schools, INSEAD (Institut Européen d‘ Administration des Affaires, Paris), Renée Mauborgne und Chan Kim, einen „roten Ozean“. Rote Ozeane (= blutiger Kampf) kennzeichnen sich durch Margenschwindsucht und beinharten Verdrängungswettbewerb.
Man gewinnt, was der andere verliert
Andererseits zeigen die Vergangenheit und die Gegenwart, dass neben den „roten Märkten“ auch immer „blaue Märkte“ entstehen und existieren. Während erstere in den Überzeugungen der Militärstrategie fußt, die sich in den Worten wie etwa Chief Executive Officer (CEO) und Headquarter offenbart. Es geht schlicht darum, den Gegner (Wettbewerber) nieder zu kämpfen und das begrenzte und endliche Territorium (Markt) zu den eigenen Gunsten neu aufzuteilen. Man gewinnt, was der andere verliert. Exakt diese „rote Strategieschule“ manifestiert sich in den Eingangszitaten über die Branche der Banken.
Die Fakten in den zahlreichen Märkten, die untersucht wurden, zeigen jedoch deutlich auf, dass etliche Märkte eben nicht konstant, sondern „blau“ sind: „Blau“ sind Märkte, die ohne Konkurrenz sind und damit ein profitables Auskommen ermöglichen. Eine Reduzierung auf die „strategische Logik eines Territorialkrieges“ verschenkt deshalb Chancen, die eine strategische, „blaue“ Logik, bietet.
Blue-Ocean-Strategie als Bestseller
In zahlreichen Artikeln und in dem Geschäftsbuchbestseller „Der Blaue Ozean als Strategie: wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt“, der in über 40 Sprachen übersetzt wurde, haben die Autoren die Vorgehensweisen dargestellt, die die Kreation „blauer Märkte“ ermöglicht.
Im Folgenden werden wir als „Amuse-Gueule“ folgende illustrative Beispiele aus dem „blauen Strategiewerkzeugkasten“ erläutern:
• „Blaues“ Strategieverständnis
• Überwinden von Markt- und Branchengrenzen
• Nachfrageinnovation
• Blauer Lackmustest für „blaue Innovationen“

Der Wissenschaftler Michael Porter legte in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts seine Forschungen zum Thema „Wettbewerbsstrategie“ vor. Etwas vereinfachend lautet seine These: Jedem Markt ist ein Profitpotential zugeordnet, das sich durch die Wirkung von fünf Kräften erklärt: Macht der Nachfrager und Anbieter, Neueintritte von Wettbewerbern, Substitution und die Aggressivität der momentanen Wettbewerber. Ist ein Unternehmen in einem solchen Markt oder entscheidet es sich für einen Markteintritt, so hat es zwei Strategieoptionen: Differenzierung oder Kostenführerschaft.
BVR-Präsident Uwe Fröhlich widerspricht „roter“ Strategie
Übersetzen wir dieses „rote“ Strategieverständnis für die Genossenschaftsbanken: Der Wettbewerb um die Einlagen ist hart („Margendruck auf der Passivseite“). Die Kosten werden durch Aufsichtsregeln und die Nachteile der Dezentralität nach oben getrieben. Die Eigenkapitalrenditen werden damit sinken. Das Lehrbuch der Wettbewerbsstrategie schlägt nun zwei Strategievarianten vor: entweder Differenzierung (Premiumleistung bei hohen Kosten/hohem Preis) oder Kostenführerschaft (aggressiver Preis für Standardleistungen).

Uwe Fröhlich widerspricht dem Rat der „roten“ Strategen: Vielmehr meint er, dass Kosten nach unten gehen müssten und dass gleichzeitig die Qualität von Beratung, Vertrieb, Service und Produktion steigen. Genau das empfiehlt die „blaue“ Strategie. Nutzensteigerungen für die Mitglieder und Kunden sind bei deutlich geringeren Kosten möglich.
Ein Beispiel, das die Boston Consulting Group neulich vorstellte: Eine Bank reduziert ihre 14 Sparanlageprodukte auf vier. Die IT-Kosten sinken deutlich. Die Beratung an der Front verbessert sich spürbar, weil die Berater die wenigen Produkte besser erklären können. Der Kunde schätzt die Vereinfachung als Zusatznutzen (keine „Qual der Wahl“) und fühlt sich besser beraten. Der Nutzen steigt und gleichzeitig sinken die Kosten. Das ist eine „blaue“ Strategie.
Fesseln ablegen und strategische Grenzen überschreiten!
Das zweite wichtige Vehikel, mit dem sich Märkte ohne Konkurrenz systematisch finden lassen, heißt Überwinden von Markt- und Branchengrenzen. Wir werden exemplarisch ein paar Gedanken zu jedem der sechs Suchpfade vorstellen.
Die Idee der Vorgehensweise ist es, sich vom Wettbewerb innerhalb eines Suchfeldes zu verabschieden, die Fesseln abzulegen zu Gunsten einer grenzüberschreitenden Gestaltung. Folgende strategische Bausteine werden betrachtet:

1. Branche
2. Strategische Gruppen
3. Käufergruppen
4. Umfang des Produkt- und Leistungsangebotes
5. Funktionale bzw. emotionale Ausrichtung der Branche
6. Zeit und Trend

Etappen:

Friedrichsdorf – Oberramstadt  Mai 2011 , 2,5 Tage, 45 km

Oberramstadt – Hirschhorn/Neckar , Juni 2011, 3,5 Tage, 87 km

Neckarsteinach – Großvillars-Bretten, September 2011, 2,5 Tage, 69 km

Gäurandweg: Mühlacker – Horb/Neckar, März 2012, 4,0 Tage, 103 km

Neckarweg: Horb – Villingen Schwenningen, März 2012, 3,0 Tage, 70 km

Ostweg/Hegau:Villingen – S. Schaffhausen/CH März 2012 4,0 Tage, 82 km

Schaffhausen – Einsiedeln inkl. Bahn, März 2012, 2 Tage, 60 km

Brünigweg: Einsiedeln via Vierwaldstädter See – Thun (er) See, März 2012 6 Tage, 132 km

Freiburger Weg: Thun – Lausanne (Hugenotten und Waldenser Weg) , März 2012 6 Tage,136 km

Grand Randonée (GR 65 und 9): Genf – Grenoble (Echirolles), August 2012, 6 Tage, 133 km

Grand Randonée (91, 93, 95) und Grande Travers du Vercors (GTV), Mens – Die, September 2012, 5 Tage, 65

 

Die Schlußetappe meiner Wanderung von Friedrichsdorf (vor 325 Jahren gegründet durch Hugenotten) nach Die, Drome ( Herkunftsort der Friedrichsdorfer Gründer Achard und Vauge) beginne ich südlich von Grenoble in Mens, Isère. Das Städtchen liegt an der Römerstr., die nach Grenoble führte. Seinen Namen hat der Ort vom Heiligen Mens, dessen Reliquien im 5. Jahrhundert in den Ort kamen. Im 16. Jahrhundert war die Stadt ein Zentrum des Kalvinismus. 90 % aller Bewohner folgten dieser Religion. Der Durchgriff des katholischen Königs war hier, so berichten die Flüchlinge ( „Aller simple“ von Johannes Melsen), kaum vorhanden, sodass der Ort ein erste Ruhepol für die Flüchtlinge aus dem Dauphinè war.

In der Ortsmitte nehme ich meinen Weg auf, der zu dem 14 km entfernten Weiler  Le  Monestier du Percy führt. Die Kirche Peter und Paul (13 Jhrt.) ist leider geschlossen.

Die Gewitter der letzten Tage haben die Temperatur von 26 auf angenehme 13 Grad Celsius gebracht.

Von hier aus geht es zum zweiten Pass, der neben dem Haggeneg(Schweiz)  über 1400 Meter hoch ist. Der Col de Menèe (Mitternacht) hieß bei den Glaubensflüchtlingen  auch „Pass der Schneeverwehungen“ (le col des congères). An Pfingsten treffen sich hier jährlich die Nachfahren der Flüchlinge, um an die Flucht Ihrer Vorfahren zu erinnern. Der Pass trennt die Departements Isère im Osten von dem Departement Drome im Westen. Mir bleibt diese Erfahrung erspart bei meinem Aufstieg, der mich nach dem Gipfel in den Weiler Les Nonniéres führt. Der Pass liegt im Kalkstein Massiv des Vercors (Regionaler Naturpark, höchster Berg 2340 Meter).

Auf der westliche Seite des Passes ist unsere Wegemarkierung prima zu sehen und konsequent vorhanden ( zunächst Gelbe Markierung bis ich den GR 93 treffe). Nachdem ich den Wasserfall  “ Cascade du Sapet“ (etwas abseits von unserem Weg) passiert habe, beende ich meinen Tagesmarsch vor dem (geschlossenen) Hotel „Le Mont Barral“, das den Namen des alpinen Berges hier in der Nähe (1903 Meter) trägt. Unsere Markierung folgt gut  sichtbar dem GR 93 und der Grande Travers du Vercors (GTV).

Im Rathaus des Weilers erfährt man an einer Informationstafel, dass man ab dem 17. Jahrt. hier aus den Nadeln der Kiefern (pin a chrochets) ein ätherisches Öl gewinnen konnte. Im 18. Jahrhundert wurde die heilsame Wirkung dieses Öls insbesondere für rheumatische Erkrankungen entdeckt und bescherte dem Ort Die im Tal  bis Anfang des 20. Jahrhunderts  viele Kurgäste. Die beiden Hotels sind noch heute in der Hauptstrasse in Betrieb. (In einem davon wohnte ich.) Später verträngten Grenoble, Valence und Paris den Ort aus diesem diese Geschäft.

Weiter geht es hinab (zum Friedhof)  nach Chatillon-en-Diois auf dem GR 93, dem „früheren Weg nach Bénevise“ und den Weg „Les Balcons de Glandasse“. Die Aussicht ist grandios. Bis zum „Col de Gorondel“ habe ich auf engen Pfaden, die den massiben Regen der Vortage gut überstanden haben,  rund 350 Höhenmeter „abgebaut“. Mein Zielort ist bekannt für seine Kirche, seinen Uhrturm und seinen mittellaterlichen Ortskern. Schon die Römer sollen hier gesiedelt haben. Der Ort war auch ein protestantischer Ort, bevor in den Religionskriegen, diese Gläubigen „freiwillig“ konvertierten oder auswanderten.

Im Ort schneiden sich die GR 91 und 95. Ich verlasse den Ort Richtung Westen und folge eine Weile dem GR 95, ab dem Col des Abbay folge ich wieder dem GTV. Es folgt ein Aufstieg auf 1200 Meter ( Col de Caux“. Hin und wieder geben die schmalen Waldwege einen Blick auf den Gipfle „Glandasse“ und den Ort Die frei. Unterwegs quere ich ohne Problem zwei kleiner Wasserfälle. Bald erreichen wir das Kloster Abbaye de Valcroissant, welches von Zisternensern im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Das wirtschaftliche Fundament war nicht stabil und die Anlage diente lange als landwirtschaftliche Einrichtung. Heute ist in den intakten (während der Revolution sekularisiert)  Klosterbebäude ein Herberge untergebracht. Das Gelände wird auch als Veranstaltungsort genutzt.

Von hier aus beginne ich meine letzten Wandertag. Nocheinmal geht es auf den Pas des Bret hinauf (knapp 1000 Meter). Der Aufstieg belohnt mit einem Herrlichen Blick auf die und die Landschaft Diois. Ich nutze den Ort für eine Rast.

Dann geht es auf schmalem Pfad steil nach unten. Nach dem kleinen Viadukt RichtungCampingplatz Le Lion Merle erreiche ich Die. Durch „La Porte Saint-Marcel“ , dessen Errichtung im 3. Jahrhundert nach Christus liegt, erreiche ich die mittelalterliche Stadt. Die Stadt wurde schon im 6. Jahrhundert  Bischofssitz mit der  Kathedrale Notre Dame. Vor den Religionskriegen hatte der Ort eine ansehnliche protestantische Gemeinde. In dieser Zeit wurde auch eine protestantische Akademie gegündet, in der Schweizer und Italiener ausgebildet wurden. Sie wurde 1684 geschlossen. In den Religionskriegen ging der katholische König Ludwig XIV besonders rabiat vor und löste die verschiedenen Fluchtwellen in die Schweiz aus. Erst mit der Revolution 1789, die die Trennung von Kirche und Staat mit sich brachte kehrete Ruhe in die Gegend.

Mein Hotel „Des Alpes“  gehört zu den ersten beiden Hotel zu Beginn des 20. Jahrts. Die romische Dorfstr. heißt heute nach einen Widerstandskämpfer des 2. Weltkrieges: „rue Camille- Buffardel.

Meine Wanderung ist zu Ende.

Der Weg, den die Flüchtlinge unter ihre Füsse nehmen musste,das haben mir die letzten Tage verdeutlicht, war insbesondere in dem Gebiet um den Col de Menée beschwerlich (und damals zusätzlich gefährlich). Erst die Schweizer Grenze, die erst nach Tagen erreicht werden konnte, brachte den Flüchtlingen etwas mehr Sicherheit.

Die Unsicherheit allerdings, wo man sich schließlich niederlassen würde, blieb. Die arme Schweiz war lediglich ein Transitland für die Flüchtlinge, sodass für viele erst ab Frankfurt Klarheit herrschte,in welches protestantische Gebiet man siedeln konnte.

Die Flüchtlinge aus Die, die Friedrichsdorf mitgründete, mussten  ihr schönes tradtionsreiches Dorf zurück lassen und in Friedrichsdorf Ihre neue Heimat bauen. Die Hoffnnung möglicherweise wieder zurück kehren zu können, behinderte anfangs den Aufbau des neuen Dorfes. Als diese Hoffnung dahin schwand, wurde der Kern der heutigen Stadt Friedrichsdorf städtebaulich in Stein gesetzt. Der protestantische Arbeitsethos ( Max Weber) brachte dem Dorf Aufschwung und bald die Stadtrechte.

 

 

 

 

Etappen:

Friedrichsdorf – Oberramstadt  Mai 2011 , 2,5 Tage, 45 km

Oberramstadt – Hirschhorn/Neckar , Juni 2011, 3,5 Tage, 87 km

Neckarsteinach – Großvillars-Bretten, September 2011, 2,5 Tage, 69 km

Gäurandweg: Mühlacker – Horb/Neckar, März 2012, 4,0 Tage, 103 km

Neckarweg: Horb – Villingen Schwenningen, März 2012, 3,0 Tage, 70 km

Ostweg/Hegau:Villingen – S. Schaffhausen/CH März 2012 4,0 Tage, 82 km

Schaffhausen – Einsiedeln inkl. Bahn, März 2012, 2 Tage, 60 km

Brünigweg: Einsiedeln via Vierwaldstädter See – Thun (er) See, März 2012 6 Tage, 132 km

Freiburger Weg: Thun – Lausanne (Hugenotten und Waldenser Weg) , März 2012 6 Tage,136 km

Grand Randonée (GR 65 und 9): Genf – Grenoble (Echirolles), August 2012, 6 Tage, 133 km

 

Die Bahn bringt mich von Friedrichsdorf nach Genf in 6,3 Stunden (mit Bahncard 1.Klasse 50, € 120). Die Fahrt führt an Lusanne/Morges vorbei, wo ich meine vorherige Etappe endete. Mein Hotel liegt direkt am Bahnhof („Montana“ CHF  103). Einer kleiner Stadtrundgang entlang des Genfer Sees führt mich zu der Stelle, an der am 10.09.1898 Kaiserin „Sissy“ ermordet wurde. In der Altstadt befindet sich auch das Geburtshaus von Rousseau, dessen 300. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Die schwüle Luft in der Stadt entlädt sich gegen Mitternacht in einem schweren Gewitter, dass allerding weder Regen noch Abkühlung bringt.

Am Morgen geht es mit der S – Bahn in den Genfer Vorort La Plaine. Von dort führt mein Wanderweg entlang des GR  65 , der von Genf nach Le Puy führt. Der Weg führt nach Chancy, Valleiry und erreicht nach 26 Kilometern Frangy.

 

 

 

Unterwegs komme ich an einer überdachten Quelle vorbei. Neben der Quelle steht ein Schild mit folgenden Text: Savoyards, Francaises, Polonaises! Merci d’etre au moins aussi propre que chez vous.

Im Hotel „Modern“ (€ 54), dessen Namen man ironisch verstehen muss, treffe ich auf Pilger, die nach Le Puy/Santiago weiter wollen. Den Ort erreicht der Wanderer nach einem 10 prozentigen Abstieg, dem am nächsten Morgen ein 8 % Aufstieg folgt. Das einzige Lokal, dass Essen verkauft, ist eine take away Pizzeria. Der „Koch“ arbeitet bei gefühlten 50 Grad Celsius und findet meine volle Bewunderung.

Am nächsten Morgen verlasse ich den GR 65, der westlich nach Seyssel führt, und wandere südlich Richtung Lac du Bourget. Um die Mittagszeit schaffe ich es knapp in den Ort Vallieres, bevor ein veritables Gewitter losbricht. Leider hat das einzige Restaurant wegen seiner Sommerferien geschlossen, sodass ich mit einen Baguette aus kommen muss. Unterwegs finde ich immer wieder Grafitties: Turin 1860. Savoie libre.Damit wird auf den 1860 stattgefundenen Eintritt (per Volksentscheid) in die Franz. Republik angespielt, den etwa 40 % der Saviyarden gerne rückgängig gemacht hätten.

In meinem Etappenziel, der Kleinstadt (13 000 Einwohner) Rumilly im Département Haute-Savoie und der Region Rhône-Alpes , erfahre ich vom netten Personal auf dem Touristenbüro, dass der Ort keinerlei Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Ich quartiere mich im Motel „Alb“ (Logis de France, € 65,). Das Motel ist zwischen zwei stark befahrenen Straßen eingeschlossen. Bei der hohen Temperatur auch in der Nacht beibt jedoch keine Wahl: offenens Fenster und schlafstörende Fahrgeräusche.

Am nächsten Tag geht es weiter über St. Felix nach Albens. Dort gibt es ein gutes Mittagessen (€ 13,50 drei Gänge plus Wein plus Café). Endlich wird Aix Les Bains erreicht. Erneut ein Gewitter, dass leichten Regen bringt. Meine Unterkunft ist gut im Stadtzentrum gelegen („Revotel“ € 51,50 mit Frühstück). Leider liegt mein Zimmer zur Straßenseite hin, sodassa auch diese nacht etwas unruhig war. Der Ort war in der Belle Époche ein Kurzentrum („Thermalquellen“). Heute ist die Industrie die Hauteinnahmequelle. Die Stadt hat die gleiche Einwohnerzahl wie Friedrichsdorf (26.000).

Am nächsten Tag verlasse ich den schönen Ort und wandere vormittags 18 Kilometer den Lac du Bourget entlang nach Chambery, die Departmenthauptstadt von Savoyen. Ich komme im „Mercure“ (€ 109) unter. Zum späten Mittagessen bestelle ich mir einen Wurst- und Käseplatte (€13), die für eine 4 köpfige Familie ausreicht. Nach dem nachmittäglichen Regen („endlich“) schaue ich mir die hübsche Stadt an. Pficht sind natürlich die Kathedrale Saint-François-de-Sales aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die Fontaine des Éléphants (Elefantenbrunnen) von 1838 und das Rathaus an.

Der Sonntag beginnt mit dem Marsch nach Pontcharra/Barraux am Fuße der Chartreuse (Voralpines Gebirgsmassiv), die dem Naturpark ihren Namen gibt. Es erststreckt sich von Chambery nach Grenoble und liegt westlich der Isère. In dieser Gegend liegt auch das Mutterhaus des Kartäuserordens.

Bei der Quartiersuche in Barraux war ich nicht erfolgreich. Ich fahre am Nachmittag mit dem Bus (Eisenbahnstrecke ist gesperrt) nach Grenoble ( Best Western Place de al Gare, € 75), um von dort aus meine Wanderungen auf der Streck zu starten.

Am Montag geht es mit der Seilbahn zur Bastille. Diese Befestigungsanlage wurde nach dem verlorenen Krieg 1871 gebaut. Im militärischen Einsatz war die Anlage nie. An der Bastille findet sich auch ein Hinweis auf den GR 9, der vom Franz. Jura nach Saint Tropez führt. Der ansprochsvolle Weg nach Nordosten führt nach St. Pancrasse. Entlang dem Hang der Chartreuse und Isère flussaufwärts führt die Wanderung, die die übersprungene Etappe abdeckt. Herrliches Wetter. Am Nachmitag geht es zurück zur Bastille.

Ein Spaziergang durch die Stadt bei der die Drac in die Isère mündet,führt zur Kathetrale Notre Dame, Palais des Justice (Ancien Palais du Parliament), Jardin de ville, Les Halles d’Grenoble und Place Victor Hugo. Die Stadt lohnt in jedem Fall einen Besuch.

Am nächsten Tag quere ich Grenoble bis nach Echirolles (8 km). Mit dieser Etappe bebende ich meine vorletzte Etappe. Die Wanderung wird Ende Septmeber über meinen Geburtstag mit der Etappe Mens – Die beendet werde.

Mit dem TCV reise ich über Lyon nach Frankfurt zurück.

 

 

Etappen:

Friedrichsdorf – Oberramstadt  Mai 2011 , 2,5 Tage, 45 km

Oberramstadt – Hirschhorn/Neckar , Juni 2011, 3,5 Tage, 87 km

Neckarsteinach – Großvillars-Bretten, September 2011, 2,5 Tage, 69 km

Gäurandweg: Mühlacker – Horb/Neckar, März 2012, 4,0 Tage, 103 km

Neckarweg: Horb – Villingen Schwenningen, März 2012, 3,0 Tage, 70 km

Ostweg/Hegau:Villingen – S. Schaffhausen/CH 4,0 Tage, 82 km

Schaffhausen – Einsiedeln inkl. Bahn, 2 Tage, 60 km

Brünigweg: Einsiedeln via Vierwaldstädter See – Thun (er) See 6 Tage, 132 km

Freiburger Weg: Thun – Lausanne (Hugenotten und Waldenser Weg) 6 Tage,136 km

Thun

Entlang des Thuner Seeufers geht heute unsere Wanderung über 32 km zum Rüeggisberg im Mittelland.

Am Hafen werden die Schiffe und Boote für die Saisan gewassert. Danach steigt der Weg hoch nach Amsoldingen. Die Basilika St. Mauritius ist das älteste Gebäude im Kanton Bern.

Bei sonnigem Wetter wird am Nachmittag noch die Strecke von Wattenwil zur Klosterruine Rüeggisberg zurück gelegt.

Das Kloster in Rüeggisberg stammt aus aus dem 11. Jhrt. und war das erste Kloster im deutschsprachigen Raum in der Tradtion von Cluny. Von hier aus wurde die Reconquista unterstützt und der Jacubus Kult bepflegt.

Unterwegs ein schöner Wanderspruch: die Vergangenheit bewundern, die Gegenwart geniessen.

Ich bin einziger Gast im Gasthof zum Bären. Die Zimmer sind ohne WC und Dusche. Beide Einrichtungen sind auf der Etage.

Die Wirtin liegt mit ihrem Gasthof hervorragend. Toller Ausblick. Hier kommen neben der Via Jacobi der Luzerner Jakobsweg und der Panoramaweg vorbei. An Kundschaft herrscht also vermutlich kein Mangel.

Die Wirtin setzt sich nach dem Abendessen zu mir und zeigt mir Ihr beeindruckendes Pilgergästebuch. Ein Pilger sei ihr ganz besonders in Erinnerung. Aus den US sei er gewesen und habe seine Wanderung nach Santiago in Bulgarien begonnen. Als er bei Ihr zwei Tage wohnte, habe er bereits 4.000 km hinter sich gebracht. Später habe Sie von ihm erfahren, dass er bei seiner Ankunft in Santiago irre geworden sei. Erst nachdem er alle Erinnerungen an seine Wanderung verbrannt habe, sei er wieder in Ordnung gekommen.

Stolz berichtet die Wirtin auch vom Besuch des EX Deutsche Bank Vorstandsvorsitzenden Ron Ackermann. Er sei mit seinen früheren Armeekollegen hier eingekehrt. Ganz prima Leute, meinte sie.


Am Sonntag geht es gemütlich weiter nach Schwarzenberg. Dort hat der örtliche Einzelhandel die Geschäfte zum Frühlingsanfang geöffnet.

Im Hotel Sonne wohne ich prima. Im gegenüberliegenden Gashof zum Bären esse ich prima. Am Monatg morgen beim Frühstück ist das Lokal gut besucht. Ich frage die Wirtin, weshalb das so sei. „Die Geschäftsleute beginnen bei uns mit einem Kaffe bei uns den Tag und tauschen sich aus“. Mir gefällt das.

Von Schwarzenburg aus geht es heute in einer Wegstrecke von 20 km über Tafers nach Freiburg. Entlang des Flusses Sense führt der Weg auf alten gepflasterten Wegen.

Ich treffen auf einen Trupp Schweizer Fernmeldesoldaten, die ihr ganzes Gerät aufgebaut haben,um Funkverkehr zu üben.

In Tafers (im katholischen Kanton Freiburg) liegt neben der Kirche St. Martin die St Jacubuskapelle aus dem 18. Jahrhundert.Sie geht vermutlich auf die im Ort ansässige Jakobsbruderschaft zurück. Schön dargestellt ist das „Galgen bzw. Hühnerwunder“. Diese Geschichte über Pilger, betrügerische Herbegsväter wird häufiger auf dem Weg nach Spanien erzählt.

In einem Bistro bekomme ich ein günstiges Stammessen und meine (elementaren) Französischkenntnis kommen langsam zum Einsatz. Ich habe den „Röstgraben“  und damit die Sprachgrenze überschritten: Statt Gruezi höre ich Bon Jour.

Die Kantonhauptstadt Freiburg an der Saane besitzt ein sehenswerte Altstadt ( „beste erhaltene historische Altstdt der Schweiz“).

Die stadt war während der Reformation römisch katholisch geblieben.

Die gotische Niklaus Kathedrale mit ihren schönen Glasfenstern ist einen Besuch wert.Die Kunst der Glasfenster ist in diesem Gebiet zu Hause. Dazu gibt es einen Stempel für den Pilgerpass.

Ich wohne im Hotel  „de la Rose“, dass gleich neben der Kathetrale liegt.

Von den 36 00 Einwohnern sprechen 21 000 französisch.

Am 28.03.2012 geht es über die St. Apolline Brücke  (überquert die Saane) ins 31 Kilometer entfernte Romont. Die Brücke ist seit dem 13. Jahrhundert bezeugt.

Ich habe nun Savoyen  erreicht. Die Wanderrichtung weist nach Westen. Nach 31 Kilometern erreiche ich das Zentrum der Glasmaler : Romont.

Unterwegs macht die lokale Marketinggesellschaft mit dem Hinweis „Tourisme pédestre“ auf ihre schöne Landschaft aufmerksam.

Kurz nach dem Kloster Hauterive (man kann auch übernachten) geht es aufwärts nach Romont, das auf einem Solitärhügel (Drumlin) liegt.

Die Mittelalterliche Strukur des Städchens ist noch gut erhalten.

Die gotische Stiftskirche Marai Himmelfahrt 15. Jahrhundert) beeindruckt mit ihren Glasmalereien.

Ich übernachte im bürgerlichen Hotel Le Lion.

Am nächsten Tag steht liegt eine leichte Tour von 15 km nach Moudon im Waadtländer Mittelland vor mir.

In Lucens finde ich ein tolles Lokal zum Mittagessen. Das „Gilde Restaurant a la Gare“ ist leider für die nächsten 2 Stunden komplett belegt. Ich kehre im „Cafe de la ville“ ein , wo ich ein gutes Pferdesteak mit Pilzen und Nudeln esse (CHF 17)

Im örtlichen Schloß soll Athur Conan Doyle seine Sherlock Holmes Romane verfasst haben.

Bald erreiche ich das Flüsschen La Broye, dessen Verlauf ich nach Moudon folge.

Der Ort soll schon von den Kelten bewohnt worden sein. In der Römerzeit war der Ort eine wichtige Etappe von Avenches zum Großen St. Bernhard. Der Ort hat eine schöne Bausubstanz.

Ich wohne im Hotel “ Chemin de fer“, indem die einheimischen nach Feierabend den Abned ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen beim Früststück starten die stadtischen Mitarbeiter und die Polizei ihren Arbeitstag mit einem kleine Kaffee.

Am Morgen wandere ich in die wunderschöne Ville Haute von Moudon. Der Weg nach Lausanne ( 27 km) führt wieder hinunter zum Fluß.

Die Waldwege des Jorat sind schhwierig. Holzeinschnit und Regen haben die Wege schwierig gemacht.

Ich bin froh den Wald bald verlassen zu können und einen Blick auf die Dents du Midi zu erhaschen, die bereits hinter dem Genfer See liegen. Nach der Kapelle La Cure erreiche ich bei Golf- und Tennisplätzen den ersten Vorort von Lausanne (Lac Lemanus unter den Römern).  In Epalinges esse ich am Kisok eine Campingplatzes zu Mittag.

Die Metrolinie 2 bringt mich den Berg hinauter zu Bahnhof, in dessen Nähe sich auch mein Hotel befindet. Die Stadtmitte liegt nicht direkt am Genfer See und ist erstaunlich bergig. Mit 125 00 Einwohnern ist die Stadt überschaubar und hat eine guten Charme. Die Olpympische Hauptstadt  ist stolz auf den Sitz des IOC, den Baron der Coubertin 1915 hier einrichtete.

Der Weg vom Bahnhof zur Kathedrale  Notre Dame über den Escalier du Marché ist anstrengend. Unterwegs an der Uni ist eine open air Party am Gange.

Die Kirche ist leider geschlossen.

Ich übernachte im „Hotel a la Gare“. Dort gebe ich meinen Rucksack auf.

Ich nehme den Zug ins Nachbarstädtchen Morges. Dort fand am 2.06.2012 die Eröffnung des Schweizerischen Hugenottenwegs statt.

Etappen:

Friedrichsdorf – Oberramstadt  Mai 2011 , 2,5 Tage, 45 km

Oberramstadt – Hirschhorn/Neckar , Juni 2011, 3,5 Tage, 87 km

Neckarsteinach – Großvillars-Bretten, September 2011, 2,5 Tage, 69 km

Gäurandweg: Mühlacker – Horb/Neckar, März 2012, 4,0 Tage, 103 km

Neckarweg: Horb – Villingen Schwenningen, März 2012, 3,0 Tage, 70 km

Ostweg/Hegau:Villingen – S. Schaffhausen/CH 4,0 Tage, 82 km

Schaffhausen – Einsiedeln inkl. Bahn, 2 Tage, 60 km

Brünigweg: Einsiedeln via Vierwaldstädter See – Thun (er) See 6 Tage, 132 km

 

Bei herrlichem Wetter verlassen ich Einsiedel und wandere die Alp entlang auf auf schneebedeckten Wegen zum Frauenkloster Au. Groß und Klein Mythen sind sehr gut zu sehen.

Die Strecke führt über 25 km nach Brunnen am Vierwaldstätter See. Ich starte auf 882 Metern Höhe, erreiche am Haggenegg 1414 und steige dann auf 435 hinab.

Der Anstieg zum Haggenegg ist steil und der hohe Schnee macht die Angelegenheit nicht einfacher. Zur Mittagszeit bin ich oben im Skigebiet.

An der Pilgerkapelle beginnt der Abstieg, der mich durch eine steile Lichtung hinuterführt. Es liegen 1,5 Meter Schnee. Das Gehen ist äußerst mühsam und bei jedem Schritt sinke ich bis zu den Hüften ein. Das ganze ist nicht ungefährlich. Mir bleibt jedoch keine Wahl. Nass und erschöpft erreiche ich am späten Nachmitttag Schwyz. Heftiger Regen begleitet mich bis nach Brunnen am Vierwalsstätter See.

Die Eigentümerin vom Hotel Restaurant Schmid und Alfa bietet mir sofort ihre Waschmaschine und ihren Trockner an, um meine Kleidung fit für den nächsten Tag zu bekommen. Danke!

Am nächsten Morgen ist bei schlechtem Wetter von den Glarner Alpen leider wenig zu sehen. Es schneit. Mit dem Schiff geht es hinüber nach Treib.Hier stossen die Kantone Schwyz, Uri und Nidwalden zusammen.Weiter geht es mit der Bahn auf den Seelisberg.

Trotz des schlechten Wetters sind die Häuser hier oben herrlich anzuschauen. Der Weg nach Emmeten („nur für Schwindelfrei“ schreibt mein Wanderführer) muss bei gutem Wetter ein Traum sein. Bei Schneeregen ist das Vergnügen nicht ganz so prickelnd. Nach 23 Kilometern komme ich in Stans an und quartiere im Stanser Hof, gegenüber der Stanser Bahn Talstation.

Am nächsten Morgen führt mein Weg steil aus Stans heraus über Flüeli, Sachseln nach Giswil  am Sarner See (26 km). Der Schneeregen hört im Laufe des Vormittags auf, die Sicht wird trotz Wolken besser.

Zu Mittag esse ich im Jugendstil (1896) Hotel „Pax Montana“, das nach Jahren des Leerstandes wieder gut hergerichtet worden ist. Im  Walfartsort Flueli schaue ich mir die Hinweise auf den Schweizer Nationalheiligen Bruder Klaus, der hier 1417 hier geboren wurde,  in Ruhe an. Danach geht es gemütlich hinuter zun Sarner See. Entlang der Bahngleise geht es zu meinem Etappenziel Giswil.

Ab Lungern gehen wir auf dem „Brünigweg“, einem alten Pilgerweg. Mein Gasthof „Bahnhof“ hat geschlossen. Mein Zimmerschlüssel ist hinterlegt, hat man mir ausgerichtet. Erst nach einem Telefonat mit dem Eigentümer, wird mir klar, dass mein Zimmer sich im Nebengebäude (der Eigentümer nannte das „Motel Style“) befindet. Außen an der Tür steckt mein Schlüssel. Bei gutem Wetter kann ich meine Sachen noch waschen und trocknen lassen.

Von Giswill geht es recht steil hoch zum Ort Kaiserstuhl. Anschließen führt unser Weg entlang des Lungerer Sees in den gleichnamigen Ort. Der Wanderweg über den Brüningpass ist noch im Winterzustand. Ich wollte die Erfahrung, die ich bei der Überquerung des Hagenegg gemacht hatte, nicht noch einmal wiederholen. Alternativ kann man die Fahrstraße zum Pass laufen (Ein Wanderer aus Hamburg, den ich am Brienzer Seeufer traf, hatte diese Variante gewählt. Es sei sehr schweirig und gefährlich gewesen, die enge Straße gemeinsam mit den Autos zu benutzen). Ich entscheide mich für die Bahn, die mich von Lungern nach Brienz bei herrlicher Aussicht bringt.

Hier waren vor mir schon einige Reisende, wie das Foto zeigt: Uhland, Goethe und Lord Byron. Mein Quartier liegt im 4 km entfernten Ort Ebeling. Trotz schriftlicher Reservierungsbestätigung sind die Wirtsleute nicht anzutreffen. Nach ein paar Telefonaten werde ich von einem Wirt aus Brienz abgeholt und übernacht in seinen Hotel „Brienzerburli“

 

Am nächsten Morgen geht es bei herrlichem Wetter am Nordufer des Sees entlang nach Interlaken. Ich komme dort am frühen Nachmittag an und wundere mich über die vielen asiatischen Gäste.

Ihre Kauflaune scheint mich angesteckt zu haben. Ich kaufe mir aus Übermut „trekking sticks“. Der Kurort ist entsprechend mit Hotelbauten gut ausgestattet (63). Die Lage zwischen Brienzer und Thuner See sowie die Bergkulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau verschaffen diesem Ort Flair.

Ich schaue mir noch das schöne Häuserensemble von Böningen an.

Mein kleines Hotel in der Innenstadt hat ein orginelles Schlüsselsicherungssystem, dessen Sinnhaftigkeit und Funktion während meines Aufenthaltes nicht erschloss.

Der nächste Tag führt nach Thun (27 km). Unser Weg führt am Nordufer des Thuner Sees entlang. Durch das Naturschutzgebiet Weissenau (Ruine einer Wasserburg) geht es zum Wassersportzentrum Nauhaus. Bei Beatenberg beginnt der in Fels gehauene Pilgerweg zur Beatushöhlen.Sie haben ihren Namen vom „Glaubensboten“ Beatus, der schon um 100 nach Christus hier gelebt haben soll. Die Gastronomie an dem wunderschönen Wasserfall wird erst am kommeneden Tag eröffnet. Dennoch beschenkt mich das Personal mit einen guten Café, mit dem sich die tolle Landschaft noch mehr genießen läßt.

Goethe erwähnte 1779 in seinem Tagebuch diesen Ort, andem er den berühmten Efeubaum bewunderte.

Mein Weg führt wieder hinunter an den Thuner See. Unterwegs treffe ich zahlreiche Wanderer, die den Ort ebenfalls besuchen.

In Merligen  im Beatus Hotel (4 Sterne, sehr schöne Lage) nehme ich Lunch. Das Hotel liegt genau gegenüber Spiez. An diesem Ort war bei der Fußballweltmeisterschaft 1954 die Deutsche Mannschaft mit Sepp Herberger und Fritz Walter untergebracht. Nach dem Endspielsieg gegen die Ungarn sprach man deshalb auch vom „guten Geist von Spiez“. Ich wäre gerne mit dem Schiff hinüber gefahren. Die Schifffahrt hat im März jedoch noch Winterpause.

Über Gunten (die „Perle des Thuner Sees“) und Oberhofen erreiche ich bald Thun und auch mein Hotel „Elite“ (funktionaler Bau). Thun ist eine tolle Stadt und  mit seinen knapp 40 000 Einwohnern zügig zu erkunden. Das milde Klima erlaubt es bis gegen 20 Uhr im Freien zu sitzen. Besonders schön sind Plätze in der Nähe des Aare Flusses, der durch den Brienzer und Thuner See fließt.

Archive
Calendar
März 2019
M D M D F S S
« Mrz    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031
Letzte Tweets